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Wie man schadhafte Stoßdämpfer erkennt

Beitrag erstellt am 13.03.2017
Diverse Sicherheits- und Assistenzsysteme wie Antiblockiersystem, Antriebsschlupfregelung oder elektronische Stabilitätskontrolle sorgen in vielen Pkws mittlerweile für eine gute Fahrsicherheit und Spurstabilität. Doch diese Systeme funktionieren nur dann zuverlässig, wenn auch alle anderen relevanten Sicherheitsbauteile wie Bremsen, Reifen und Stoßdämpfer in Ordnung sind. Doch nicht nur Bremsen und Reifen, sondern auch Stoßdämpfer sind Verschleißteile, die regelmäßig kontrolliert und bei Beschädigungen oder Verschleißerscheinungen ausgetauscht werden müssen.
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Funktionstüchtige Stoßdämpfer, die fachlich korrekt eigentlich Schwingungsdämpfer heißen, sorgen dafür, dass die Räder des Pkws in fast jeder Situation, also auch bei Schlaglöchern, abruptem Lenken, Abbremsen und Anfahren, Fahrbahnkontakt haben.

Mit zunehmender Laufleistung nutzen sich die Dämpfer jedoch ab, sodass ihre Funktionsfähigkeit schleichend schlechter wird. Die Folge sind nicht nur ein höherer Verschleiß an Reifen und Fahrwerk, sondern auch eine schlechtere Straßenlage des Autos und damit ein höheres Unfallrisiko.

Unfallrisiko: Defekte Stoßdämpfer
Defekte Stoßdämpfer können die Ursache dafür sein, dass ein Pkw bereits bei einfachen Fahrmanövern wie Kurvenfahrten und Ausweichmanövern unkontrollierbar ins Schlingern gerät. Zudem, so ein Experte des technischen Dienstleisters TÜV Süd, verlängern beschädigte Stoßdämpfer den Bremsweg eines Autos ab 80 Stundenkilometern um etwa zwei bis drei Meter, der gefürchtete Aquaplaning-Effekt auf nassen Straßen setzt viel früher ein und die Reifen verschleißen schneller.

Nach Angaben des Zentralverbandes Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe e.V. bewegen sich Stoßdämpfer bei einer Laufleistung von 14.000 Kilometern rund sieben Millionen Mal auf und ab, was letztendlich zum Verschleiß der Dämpfer führt. In der Regel verlieren Stoßdämpfer schleichend ihre Funktionsfähigkeit. Der Autofahrer merkt es oft erst, wenn die Stoßdämpfer bereits einen großen Teil ihrer Leistung eingebüßt haben. Zudem reichen nur selten eine Sichtkontrolle oder ein einfacher Wipptest eines Laien aus, um festzustellen, ob die Schwingungsdämpfer noch intakt sind.

Prinzipiell sollte daher laut Kfz-Experten alle 20.000 Kilometer – ist der Pkw älter oder wird er häufig schwer beladen, dann sogar noch häufiger – eine regelmäßige Kontrolle der Stoßdämpfer von einem Fachmann durchgeführt werden. Bei einer professionellen Dämpferprüfung wird beispielsweise mit einem speziellen Schwingungsdämpfer-Prüfstand das Dämpfungsverhalten des gesamten Fahrwerks kontrolliert.

Typische Verschleißsymptome, die auch ein Laie bemerkt
Es gibt aber auch Anzeichen, woran ein Autofahrer erkennt, dass seine Stoßdämpfer verschlissen sein könnten. Typisch für schlechte Stoßdämpfer sind beispielsweise Poltergeräusche, die aus den Radkästen kommen, wenn Straßenunebenheiten wie Schlaglöcher oder Bodenwellen überfahren werden. Häufig unterscheidet sich bei beschädigten Dämpfern auch das Fahrverhalten eines Wagens bei Rechts- und Linkskurven. Auch ein ungleich abgefahrenes Reifenprofil kann auf Probleme mit den Stoßdämpfern hindeuten.

Wippt das Fahrzeug beim Bremsen oder Kurvenfahren nach oder reagiert empfindlich auf Seitenwind, dann kann dies ebenfalls ein Hinweis dafür sein, dass die Stoßdämpfer mangelhaft sind. Oft führen defekte Dämpfer auch zu einem Zittern auf der Lenkung, selbst wenn die Reifen gut ausgewuchtet sind.

Ein sicheres Zeichen für eine schwere Beschädigung am Stoßdämpfer ist, wenn Öl vom Dämpfer austritt und entsprechende Ölspuren darauf zu finden sind. Sollten eines oder mehrere der oben genannten Symptome auftreten, sollte ein Fachmann hinzugezogen beziehungsweise die Kfz-Werkstatt aufgesucht werden, um den Defekt feststellen und fachgerecht beseitigen zu lassen.

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