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Vorsorgen heißt, die Altersarmut zu vermeiden

Beitrag erstellt am 16.09.2019
Beim 14. Alpbacher Expertentreffen beschäftigten sich die Versicherungsmakler im Dorf der Denker mit grundlegenden Fragen: Wie vielseitig, zukunftsreich und unterschätzt ist die Vorsorge? Klar ist: Die staatliche Vorsorge kann den Wohlstand im Alter auf Dauer nicht sicherstellen.
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Zum nunmehr 14. Mal trafen in Alpbach Versicherungsexperten zusammen, um über die Zukunft der Vorsorge zu diskutieren. „In Zeiten noch lange andauernder Nullzinspolitik“ sei es wichtiger denn je, über Vorsorge zu sprechen.

Der Präsident der Europäischen Forums Alpbach, Dr. Franz Fischler, erklärte in seiner Begrüßungsrede, dass Versicherungen aufgrund des Sicherheitsgedankens – z.B. durch Schäden bei Naturereignissen in Zusammenhang mit dem Klimawandel – eine zunehmend wachsende Rolle spielen werden. Dies treffe auch auf die persönliche Sicherheit und die Frage, wie man Risiken und Unfälle abdecken kann, zu, so Fischler.


Vorsorgen macht unabhängiger

In einer berührenden Festrede erzählte Nationalrätin Kira Grünberg von ihrer vielversprechenden Karriere als Stabhochspringerin und Leichtathletin, die durch einen Trainingsunfall abrupt zu Ende ging, und leitete sodann zum Leitgedanken der Vorsorge ein.

„Jeden von uns betrifft das Thema, ob es nun um die Pension oder nur die Vorsorge bei Schicksalsschlägen wie meinem oder ähnlichem geht“, erklärte die seit 2015 querschnittgelähmte Politikerin.

„Wer vorsorgt, kann unabhängiger und unbeschwerter in die Zukunft blicken und übernimmt auch ein Stück weit Eigenverantwortung für die eigene Zukunft.“

Dass es hier noch Nachholbedarf seitens der Österreicher gibt, zeigten die Ergebnisse zur Vorsorge-Umfrage von Telemark-Marketing. Die Ergebnisse im Folgenden im Detail.


So sorgt Österreich vor

So stellte sich heraus, dass 42 % der Befragten im Alter von 18 bis 60 Jahre keine Lebensversicherung oder Pensionsvorsorge haben, obwohl für 89,2 % eine private Vorsorge sehr wichtig bzw. wichtig ist.

Die drei wichtigsten Vorsorgeprodukte der Österreicher sind die klassische Lebensversicherung (50,2 %), die staatlich geförderte Pensionsvorsorge (45,7 %) und die fondsgebundene Lebensversicherung (31,4 %).

Etwas mehr als 40 % gehen davon aus, dass sie aus heutiger Sicht nicht ausreichend vorgesorgt haben.


Politik sollte betriebliche und private Vorsorge fördern

Die drei Säulen – staatliche, betriebliche und private Vorsorge – sind in Österreich wie auch in den Nachbarländern Deutschland oder Italien ungleich verteilt.

Mehr als 80 % des Pensionseinkommens in Österreich kommen aus der staatlichen Vorsorge, ein kleiner Teil kommt aus der privaten Vorsorge und kaum nennenswert sind die Beiträge aus der betrieblichen Vorsorge. In den Niederlanden ist der Anteil von staatlicher Vorsorge und betrieblicher Vorsorge mit jeweils mehr als 40 % sowie gut 10 % privater Vorsorge viel ausgeglichener.

Viele Österreicher glauben heute schon, dass Vorsorgeprodukte an Bedeutung gewinnen werden – der Glaube der Bevölkerung in eine ausreichende gesetzliche Pension schwindet.


Fazit des 14. Alpbacher Expertentreffens

Staatliche Leistungen in die Ausbildung der Kinder, in das Gesundheitsnetz sowie in die Pensionen werden auf Dauer ebenfalls nicht auf dem heutigen Level zu erhalten sein. Dies schon deshalb, weil in den 1970er Jahren die Arbeitsjahre 43 Jahre betragen haben und dem 34 Jahre an Kindheit/Jugend/Pension gegenüberstanden.

2010 beliefen sich die Arbeitsjahre auf durchschnittlich 35 Jahre, während Kindheit/Jugend/Pension 48 Jahre ausmachten – Tendenz steigend.

Neben einer Pensionsvorsorge spielt auch die Vorsorge in eine mögliche Pflege eine immer wichtigere Rolle. Im Durchschnitt fallen im Leben je Österreicher 9,4 Jahre an, die mit abnehmender Gesundheit verbunden sind. Auch hier ist mit einem Anstieg der Pflegegeldbezieher von 460.000 Personen im Jahr 2018 auf rund 628.000 Personen im Jahr 2028 zu rechnen. Ziel muss es hier sein, die Pflege und Betreuung zu Hause abzusichern.

Fazit des 14. Alpbacher Expertentreffens: Beratung im Vorfeld, Prävention sowie eine umfassende Rehabilitation (sozial, medizinisch, beruflich) sind wichtige Punkte genauso wie die finanzielle Absicherung durch eine private Vorsorge.


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