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Seit 1999 hat sich das Anlageverhalten der Österreicher "einbetoniert"

Beitrag erstellt am 04.11.2019
Das gesamte Bruttogeldvermögen der Österreicher durchbrach heuer erstmals die 700 Mrd. €-Grenze. Experten sind sich freilich einig: Es müssen Anreize für Wertpapiereinsteiger geschaffen werden, „Sparen lernen“ für Kinder müsste auf der Agenda der nächsten Regierung ganz oben stehen.
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Ist Sparen in Zeiten von Rekordniedrigzinsen überhaupt noch zeitgemäß?

Wenn es eine Frage des vernünftigen Wirtschaftens ist – etwa, um kurzfristig auf aktuelle Lebensumstände reagieren zu können –, sind sich Experten einig, dass Sparen durchaus Sinn macht.

Der Bogen reicht dabei von notwendigen Anschaffungen und der Erfüllung kleinerer Wünsche. Wie sehen also die Zahlen zum Sparen in Österreich aus?


„700 Mrd. €-Schallmauer gefallen“

Private Haushalte in Österreich haben beim Finanzvermögen zum Halbjahr 2019 erstmals die „700 Mrd. €-Schallmauer“ durchbrochen – 1999 belief sich der Wert auf rund 308 Mrd. €.

An der Zusammensetzung der Assets hat sich seit zwei Jahrzehnten allerdings kaum etwas verändert, wie eine Analyse der BAWAG P.S.K. zeigt. Der Anteil der Bankeinlagen ist laut Statistiken der OeNB seit 1999 unverändert am höchsten und liegt aktuell bei 40 %.

Grobe Verschiebungen gab es lediglich innerhalb der Veranlagung in „Cash“ also liquide Mittel wie Bargeld und Bankeinlagen: Während der Anteil der sonstigen Einlagen – dazu zählen etwa langfristig gebundene Kapitalsparbücher – von 40 % im Jahr 1999 auf 14 % zurückgegangen ist, hat sich der Anteil täglich fälliger Einlagen von rund 5 % auf rund 23 % mehr als vervierfacht, in (nominellen) absoluten Zahlen hat sich das Volumen von 15,1 Mrd. € im Jahr 1999 auf aktuell 165 Mrd. € mehr als verzehnfacht.


Mittel- bis längerfristig rentabel anlegen

„Österreichische Haushalte sind traditionell fleißige Sparer, bei der Diversifikation gibt es hingegen Aufholbedarf: Statt zwischen Bargeld, Anleihen und Aktien breiter zu diversifizieren, scheint die beliebteste Streuungsvariante innerhalb der Assetklasse ‚Cash‘ stattzufinden – also zwischen Kopfpolster, Geldbörse und Konto“, erklärt Markus Gremmel, Bereichsleiter Marketing & Produkte bei der BAWAG P.S.K.

Auch der Anteil an börsennotierten Aktien hat sich seit 1999 kaum verändert (3,4 % vs. 3,6 %), ebenso der Anteil an Investmentzertifikaten (8,7 % vs. 9,0 %). Die Konsequenz: Sicherheits- und liquiditätsorientiertes Sparen kostet Rendite.

„Wir merken in unseren Beratungsgesprächen, dass sich Kunden Gedanken machen und einen Teil ihres Geldes mittel- oder längerfristig rentabel veranlagen möchten – gerade vor derartigen Entscheidungen gilt es dabei zu unterstützen, Bewusstsein auch für andere Veranlagungsmöglichkeiten zu schaffen“, fasst Gremmel zusammen.

Wollen Sie, dass das Geld im Alter für Sie arbeitet – und nicht umgekehrt: Ihr Berater weiß Bescheid, wie Sie jetzt schon damit beginnen können.

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