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Pollenalarm - Allergiker aufgepasst!

Beitrag erstellt am 15.05.2018
Wir spüren es in die Nase: Die Gräser sind wieder da – und dementsprechend leiden viele Menschen an der (Gräser-)Pollenallergie. Allergikern ist mit einer Drei-Säulen-Faustregel geholfen: Austesten, therapieren, vermeiden.
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Rund eine Million Österreicher leiden unter einer Pollenallergie – sie seien gewarnt: Weil es jetzt wieder öfters regnet, bekommen Pflanzen den nächsten Wachstumsschub. Sonnenschein und um die 10 Grad sind „Idealbedingungen“ für den Pollenflug.

Die Gräserpollenallergie ist die häufigste Pollenallergie – Schnupfen, juckende oder entzündete Augen, Niesanfälle, rinnende Nasen bis hin zu Atembeschwerden und sogar Asthma erschweren den Betroffenen das Leben.

Für Allergiker gibt es drei Säulen der Behandlung, so Arbeitsmediziner Dr. Peter Kritscher vom Medizinischen Kompetenzzentrum von UNIQA Österreich: „Erstens soll jeder Betroffene seine Allergien austesten lassen. Zweitens gibt es die Möglichkeit von Therapien, entweder akut mit Medikamenten oder langfristig mit einer Impfung der sogenannten Hyposensibilisierung. Und schließlich Allergenvermeidung und richtige Lebensstil-Planung. Therapie ist dabei die einfachere Lösung, aber Vermeidung sicher die sinnvollere.“

Christian A. Müller von der Universitätsklinik für Hals-, Nasen- und Ohrenkrankheiten der MedUni Wien/AKH Wien, ergänzt: Mithilfe einer spezifischen Immuntherapie (SIT, Allergie-Impfung) könne eine Allergie in den Griff bekommen werden – und Folgeschäden, wie etwa Asthma, können so verhindert werden.

Konkrete Tipps für Allergiker
Wichtig ist für Allergiker, den Tagesablauf konkret zu planen: Aktivitäten im Freien sollten in die Morgenstunden verlegt werden, denn da ist die Pollenbelastung geringer. Das Gleiche gilt für das Lüften der eigenen vier Wände – was möglichst nicht am Abend geschehen sollte. Pollenschutzgitter sind in jedem Fall hilfreich.

Dr. Kritscher: „Unbedingt vermeiden sollte man Rauchen und das Einatmen von staubbelasteter Luft.“ Sport sollte nur in geschlossenen Räumen betrieben werden. Und wenn man sich im Freien aufhält, hilft auch das Tragen von (Sonnen-)Brillen, um die Augen vor Pollenflug zu beschützen.

Im Auto sollten die Fenster geschlossen bleiben, außerdem hilfreich sind Luft- bzw. Pollenfilter, die freilich regelmäßig beim Service erneuert werden sollten. Und im Freien – etwa beim Spazierengehen – empfiehlt es sich, in Laubwäldern und nicht in Nadelwäldern zu wandern, denn Laubwälder filtern die Luft deutlich besser.

Und schließlich: Pollen setzten sich auch in Kleidungen fest. Daher raten Experten ab, die Wäsche an der frischen Luft zu trocknen, getragene Kleidung sollte möglichst rasch gewaschen werden. Auch gilt es zu Hause, Gesicht, Hände und Haare – nach der Befüllung der Waschmaschine – umgehend zu waschen.

Pollenallergie: Erstmaliges Auftreten auch im Erwachsenenalter
Allergie-Experten sehen für heuer eine Birkenpollensaison auf uns zukommen: Der Österreichische Pollenwarndienst der MedUni Wien und die Informationsplattform Interessensgemeinschaft Allergenvermeidung (IGAV) warnen schon jetzt.

Wolfgang Schreiber, Chefarzt des Österreichischen Roten Kreuzes, weist darauf hin, dass es zuallererst wichtig ist, zu wissen, dass und wogegen man allergisch ist.

Er empfiehlt ein Allergietagebuch, in welchem die Symptome festgehalten werden: So kann die Allergie leichter identifiziert und in der Folge auch behandelt werden. In aller Regel prägen sich Pollenallergien bereits im Kindesalter aus – dennoch kann diese auch bei Erwachsenen erstmalig auftreten.

Diagnostiziert und behandelt werden Allergien von Hautärzten, HNO-Ärzten, Lungenärzten oder Allgemeinmedizinern, die sich in Richtung Allergologie weitergebildet haben. Dennoch gilt immer: Zögern Sie nicht, sich frühzeitig ärztlich beraten bzw. behandeln zu lassen. Eine Hoffnung bleibt jedenfalls: Auch die Pollenzeit geht vorüber.

Täglich informiert sein
Über den Pollenwarndienst (www.pollenwarndienst.at) der Medizinischen Universität Wien und der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) können sich Betroffene täglich auf dem Laufenden halten, wo es in Österreich eine Pollenbelastung gibt.

Auf der Seite des Pollenwarndienstes besteht zudem die Möglichkeit, eine kostenlose Pollen-App herunterzuladen.

Und die Informationsplattform für Allergiker informiert unter www.allergenvermeidung.org.

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