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Österreicher schätzen reale Werte statt Kryptowährungen

Beitrag erstellt am 25.06.2018
Kryptowährungen erlebten zuletzt zwar einen gewaltigen Hype, trotzdem sind sie für die Mehrheit der Österreicher nur bedingt relevant, im Grunde gehen sie lediglich als Nischenprodukt durch. Die Österreicher hingegen lieben „traditionelle Vermögenswerte“.
-Bitcoin
Bitcoin Zoom
Kryptowährungen, und allen voran Bitcoin als prominentestes System dieser Gattung, haben Ende 2017 einen enormen Hype erlebt - seitdem ging es mit den Kursen wieder deutlich bergab. Für den Großteil der österreichischen Sparer stellen die digitalen Währungen trotz der starken Präsenz nach wie vor keine echte Alternative dar.

Die attraktivsten Spar- und Anlageformen bleiben weiterhin das Eigenheim, der Grundstücksbesitz, und, nach einem tendenziellen Rückgang im 4. Quartal 2017, auch wieder der Bausparvertrag.

Das Stimmungsbarometer 2018 der GfK Austria gibt Bescheid über das aktuelle Interesse der Österreicher an verschiedenen Spar- und Anlageformen.

Österreicher setzen auf traditionelle Vermögenswerte
Die Österreicher halten auch im Jahr 2018 an ihren Gewohnheiten und Einstellungen rund um das Sparen und Geldanlegen fest. Die Eigentumswohnung respektive das Haus steht dabei nicht nur weiterhin auf Platz Eins des Rankings der interessantesten Spar- und Anlageformen, sondern erreicht mit 45 Prozent Zustimmung gar einen Höchstwert.

Der Abstand zum Grundstücksbesitz, seit zwei Jahren solide auf Rang 2, wächst auf 9 Prozentpunkte - auch das ist ein Rekordwert. Nach einem erneuten Rückgang im Jahr 2017 konnte der Bausparvertrag vorübergehend wieder zulegen und erobert mit 34 Prozent Zustimmung den dritten Rang zurück.

Online-Sparkonto als „moderne Alternative“
An vierter Stelle des Stimmungsbarometers, mit 26 Prozent der Nennungen, liegt das Online-Sparkonto. Vor allem für die Generation der Unter-30-Jährigen stellt dieses zunehmend eine moderne Alternative zum klassischen Sparbuch dar, welches erneut nur einen Wert von 20 Prozent erzielt.

Investmentfonds konnten im Jahr 2017 deutlich an Interessenten gewinnen. Lagen sie 2016 und in den Jahren zuvor um 15 oder 16 Prozent, hatten sie 2017 einen Wert von 24 Prozent erreicht.

Aktuell betrachten 25 Prozent der Österreicher die Fonds als interessante Anlageform, der langfristig positive Trend setzt sich also fort.

Was sind überhaupt Kryptowährungen?
Eine Kryptowährung (oder auch Kryptogeld) ist ein digitales Zahlungsmittel, das auf Prinzipien der Verschlüsselung basiert und transferiert wird, um ein dezentrales Zahlungssystem zu realisieren.

Kryptowährungen werden im Unterschied zum Zentralbankgeld von privater Hand geschöpft, dazu braucht es große digitale Verarbeitungsspeicher. Private, die ihre Kapazitäten dafür zur Verfügung stellen, erhalten daher eine Entlohnung, naheliegender Weise in Bitcoin.

Das erste öffentlich gehandelte Kryptogeld ist der seit dem Jahr 2009 gehandelte Bitcoin. Seit dem Bitcoin sind rund 4.500 weitere Kryptowährungen in Verwendung.

Kryptowährungen trotz Hypes nur Nischenprodukt
Im November/Dezember 2017 erlebte der Bitcoin ein absolutes Rekordhoch und wurde zeitweise zu Kursen knapp unter 20.000 US-Dollar gehandelt. Diese Entwicklung bescherte den Kryptowährungen, insbesondere dem Bitcoin, eine außerordentlich große Bekanntheit.

So schnell, wie dieses Hoch gekommen war, so schnell ist auch der Zuspruch im bisherigen Jahr 2018 wieder deutlich abgekühlt.

Bei den österreichischen Sparern zumindest haben die digitalen Währungen keinen bleibenden Eindruck hinterlassen: Trotz der (subjektiven) Allgegenwärtigkeit des Themas in der jüngeren Vergangenheit bewerten lediglich 5 Prozent der Befragten die Kryptowährungen als interessante Spar- und Anlageform.

Riskante Kryptowährungen
Ursula Swoboda, Finanzmarktforscherin von GfK Austria, resümiert: „Kryptowährungen sind aufgrund ihrer Unabhängigkeit von anderen Geldsystemen in ihrer Entwicklung äußerst schwer berechenbar und bleiben hochriskante Spekulationsobjekte.“

Der extreme Hype Ende 2017 habe „mit Sicherheit“ das Bewusstsein der österreichischen Sparer in dieser Hinsicht geschärft, so Swoboda - auf den Zug aufspringen möchten aber (derzeit) doch nur die wenigsten.

Mit Sicherheit wird es aber weiterhin interessant sein, die Entwicklung der Kryptowährungen im Allgemeinen und auch deren Akzeptanz weiter zu beobachten. In der Bevölkerung jedenfalls ist das Interesse an traditionellen Vermögenswerten so aufrecht wie eh und je.



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