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Kohlenmonoxid: Die unsichtbare und geruchlose Gefahr

Beitrag erstellt am 16.07.2018
Im Sommer häufen sich alle Jahre wieder auch die Fälle von Kohlenmonoxid-Vergiftungen, beispielsweis durch defekte Gasthermen. So schützt man sich vor der tödlichen Gefahr durch das geruchlose und unsichtbare Atemgift.
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Bei Kohlenmonoxid (chemische Formel: CO) handelt es sich um ein farb- und geruchloses Gas, das brennbar ist, schlecht wasserlöslich, und das hauptsächlich bei der unvollständigen Verbrennung fossiler Brennstoffe entsteht.

Die Gefahr durch das giftige Kohlenmonoxid
Eine Giftigkeit ist dann gegeben, wenn das CO über die Lunge aufgenommen wird und sich an das Hämoglobin des Blutes anlagert. Dadurch wird der Mechanismus des Sauerstofftransports empfindlich gestört. Im schlimmsten Fall ist eine Vergiftung sogar tödlich.

Gefährdet sind nicht nur Kinder, ältere oder kranke Menschen, gefährdet sind im Grunde alle Menschen, die das Kohlenmonoxid einatmen, zumal CO ein Atemgift ist, das man nicht erkennt, weil man es nicht riechen oder sehen kann. Außerdem werden erste Symptome einer CO-Vergiftung (dazu gehört etwa Schwindel) gerade bei der drückenden sommerlichen Hitze oft nicht gleich ernst genommen.

Wiener Rettung warnt vor CO
Auch die Wiener Rettung warnt vor der oftmals unterschätzten Gefahr: Viele Menschen wissen nicht, dass auch im Sommer eine CO-Vergiftung durch eingeschaltete Gasgeräte in Wohnungen entstehen kann. Und zwar unabhängig davon, ob die Gastherme alt oder neu ist, auch unabhängig davon, ob sie schlecht oder gut gewartet ist.

Vorsicht bei folgenden Symptomen
Für die Einsatzkräfte der Wiener Rettung ist es wichtig, bei Rettungseinsätzen die Gefahr durch das farb- und geruchlose Gas rasch zu erkennen: Die Zeichen einer Vergiftung mit Kohlenmonoxid sind insbesondere im Anfangsstadium völlig unspezifisch. Zu den Krankheitsbildern gehören etwa Kopfschmerzen, Übelkeit, Schwächegefühl, Schwindel und Benommenheit, aber auch Brechreiz, Brustschmerzen sowie Verwirrtheit.

Die Rettungsleute sind daher mit kleinen CO-Alarmgeräten ausgerüstet, die die Umgebungsluft nach Kohlenmonoxid untersuchen und schon bei geringen Mengen einen hör- und sichtbaren optischen Alarm abgeben. Erfreulich: Die Investition der Wiener Feuerwehr in die Alarmgeräte zur Soforterkennung einer Kohlenmonoxidvergiftung haben sich schon mehrfach bezahlt gemacht - nicht nur für die Betroffenen, sondern auch für den Selbstschutz der Feuerwehrleute.

Was ist ein „thermischer Stoppel“?
Bei großer Hitze wird logischerweise generell viel geduscht - dass die Gastherme gut gewartet wurde, ist jetzt daher doppelt wichtig: Durch starke Sonneneinstrahlung kann sich im Rauchfang nämlich ein sogenannter „thermischer Stoppel“ bilden, der die Emission der Abluft behindert. Das Problem ist: Durch hohe Außentemperaturen kann ein Niederdruck entstehen, wodurch die Abgase durch die Rauchfänge nicht ausreichend abziehen. Sie strömen dann retour!

Ist die Therme aufgrund mangelnder Wartung verschmutzt, funktionieren womöglich die Sicherheitseinrichtungen nicht, die sonst zur Abschaltung des Geräts führen. Das gefährliche Kohlenmonoxid bleibt dann in der Raumluft. Sind die Räume noch dazu schlecht belüftet, kann eine Vergiftung die Folge sein. Deshalb sollte man Gasgeräte grundsätzlich einmal im Jahr vom Fachmann warten lassen und außerdem für ausreichend Lüftung sorgen - so raten Experten immer wieder.

Gastherme warten und überprüfen lassen
Jeder Kunde ist verpflichtet, seine Anlage ordnungsgemäß zu betreiben, weist Martin Weichselberger von Wien Energie Gasnetz hin. Der Experte empfiehlt, einmal im Jahr, spätestens aber alle zwei Jahre die Gastherme zu warten. Die Kosten für eine professionelle Wartung liegen bei etwa 100 Euro. In diesem Zusammenhang ist - neben möglicherweise rechtlichen Problemen - auch auf die Eigenverantwortung der Wohnungsnutzer hinzuweisen.

Aufgrund einer Novelle des Feuerpolizeigesetzes führen die Wiener Rauchfangkehrer beispielsweise im Rahmen der jährlichen Hauptkehrung auch eine Überprüfung der Verbrennungsluftzufuhr durch. Dadurch können verschmutze Geräte schneller erkannt und die Sicherheit erhöht werden. Defekte Geräte werden jedenfalls vom Netz genommen.

Im Notfall zum Telefon greifen
Bei Unbehagen oder dem geringsten Verdacht einer Störung der Gastherme, durch die eine Kohlenmonoxid-Vergiftung drohen könnte, sollte deshalb sofort gelüftet werden. Und im zweiten Schritt gehört die Feuerwehr (122) oder in der Bundeshauptsadt der 24-Stunden-Störungsdienst von Wien Energie (128) kontaktiert. Bleiben Sie auf der sicheren Seite!

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