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Gewesene und kommende Unwetterschäden

Beitrag erstellt am 08.05.2018
Der wärmste April seit mehr als 200 Jahren hinterließ Spuren an landwirtschaftlichen Kulturen. Die Hagelversicherung spricht von einem vorläufigen Schaden von rund zwei Millionen Euro. Doch die „Unwetterzeit“ ist beileibe noch nicht vorbei – ab Mitte Mai wird es wieder kritisch.
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Derartig schwere Unwetter im April seien überaus „außergewöhnlich“, schickt Mario Winkler von der Österreichischen Hagelversicherung voraus: „In Summe entstand bereits ein Gesamtschaden in der Landwirtschaft in der Höhe von mehr als zwei Millionen Euro, primär bedingt durch Hagel und Überschwemmungen.“

Bei Überschwemmungen freilich – das müssen wir uns eingestehen – ist das Problem aber oft auch hausgemacht. Stichwort Versiegelung: Die gewaltigen Niederschlagsmengen können in einer derartigen Intensität aufgrund der fortschreitenden Zubetonierung oftmals nicht mehr versickern.

Dabei leuchtet es ein: Unversiegelter Boden trägt auch zum Klimaschutz bei. Was genau ist also mit dem Wetter los?

Was an Unwettern war
Der wärmste April seit dem Jahr 1800 führte laut Hagelversicherung bereits zu ersten schweren Wärmegewittern mit Starkniederschlägen und Hagel. Die Obst- und Weinbauern blieben zum Glück nach den katastrophalen letzten beiden Jahren aber – zumindest bis dato – von massiven Spätfrostschäden verschont.

Die direkt Betroffenen erinnern sich mit Schrecken an den Abend des 16. April 2018: Vor drei Wochen kam es da in Graz und weiter südwärts innerhalb kurzer Zeit zu Niederschlagsmengen mit mehr als 160 mm. Hagel mischte sich dazu.

Die Folge davon waren erste schwere Schäden an Häusern, Autos und natürlich auch an landwirtschaftlichen Kulturen. Vielerorts war daher ein Wiederanbau der bereits angebauten Sommerkulturen erforderlich.

Bei den frühsommerlichen Temperaturen kam es durch das Auftreten des Rüsselkäfers aber auch zu massiven Fraßschäden an Zuckerrüben: Rund ein Viertel der Anbaufläche ist mittlerweile von diesem Schädling betroffen bzw. teilweise zur Gänze zerstört.

Vergegenwärtigung der Schreckensnacht
Rufen wir uns die Ereignisse des 16. Aprils in Graz in Erinnerung: Der Starkregen auf Rekordniveau sorgte für beträchtliche Überschwemmungen, etwa im Einkaufszentrum Citypark. Zahlreiche Keller wurden überflutet, mehrere Insassen von im Wasser steckengebliebenen Fahrzeugen mussten gerettet werden. Laut Feuerwehr-Einsatzleiter Heimo Krainz waren vor allem die Bezirke Puntigam, Straßgang, Jakomini und Innere Stadt betroffen.

Bis zu 300 Feuerwehrleute waren im Einsatz – nach dem Starkregen haben die Feuerwehren in Graz sowie im Umland und in den südlichen Bezirken der Steiermark teils die ganze Nacht die Schäden beseitigt, Keller ausgepumpt und Straßen von Schlamm befreit.

In der Landeshauptstadt wurden insgesamt 180 Alarmierungen gezählt, in Graz-Umgebung immerhin 130. In Fernitz wurden Wohnanlagen überschwemmt und Stromleitungen beschädigt. Im Bezirk Leibnitz waren rund 100 Feuerwehrkräfte im Einsatz: In Wildon mussten drei Autoinsassen gerettet werden, da der Wurzingbach über die Ufer getreten war. Es habe sich um einen „lebensgefährlichen Einsatz“ gehandelt, schilderte Marcel Keutz von der Freiwilligen Feuerwehr Wildon.

Hannes Rieder von der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) sprach in diesem Zusammenhang von einem Grazer Rekordniederschlag für den April innerhalb der rund drei Stunden. Den aufgezeichneten Messungen zufolge hat es das bisher noch nicht gegeben. Der höchste Wert in dem Zeitraum wurde mit 85 Millimeter in Straßgang gemessen.

Was an Unwettern sein könnte
Die Schadenssaison hat heuer sehr frühzeitig begonnen. Auch Schäden durch Spätfrostereignisse sind laut einhelliger Meinung von Wetterexperten noch nicht gebannt.

Gerade das zeigt die Vergangenheit: Bis Mitte Mai muss man im Jahreskreis nämlich stets mit einem möglichen Kälteeinbruch rechnen, bevor Hagel, Überschwemmung und die Trockenheit ein Thema werden.

Es heißt also immer: aufgepasst – und versichert! Apropos! Sind Sie (schon) gegen Unwetter versichert? Fragen Sie doch Ihren Berater, wogegen – gegen welche Unbill, gegen welche Wetterschäden – Sie Hab und Gut diesbezüglich versichern können.

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