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Gegen unnötigen Zahnverlust

Beitrag erstellt am 04.09.2017
Parodontitis ist eine chronische Zahnbettentzündung, die Gewebe sowie Knochen zerstört und ohne eine entsprechende Behandlung oftmals zum Zahnverlust führt. Laut Weltgesundheits-Organisation leiden fast 70 Prozent der Erwachsenen daran.
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Gemäß dem öffentlichen Gesundheitsportal des Bundesministeriums für Gesundheit und Frauen (BMGF) ist Parodontitis der häufigste Grund für Zahnverlust im Erwachsenenalter. „70 Prozent der Zahnverluste werden durch eine chronische Parodontitis verursacht“, so das BMGF. Parodontitis beginnt schleichend. Der Erkrankung geht eine Zahnfleischentzündung, auch Gingivitis genannt, voraus, die oft erst bei einem Zahnarztbesuch entdeckt wird.

„Falsche Ernährung und Rauchen zählen dabei zu den wichtigsten Faktoren, die das Zahnfleisch schädigen können“, wie die Österreichische Gesellschaft für Parodontologie (ÖGP) betont. Laut Gesundheitsexperten steigt das Risiko, an Parodontitis zu erkranken, mit steigendem Alter. Ernst zu nehmende Symptome sind Zahnfleischbluten, Rötungen und Schwellungen des Zahnfleisches sowie Mundgeruch. Weitere Informationen zu den möglichen Anzeichen einer Parodontitis enthält das Webportal der ÖPG.

Von der Zahnfleischentzündung zu Parodontitis
Ausgelöst wird die Parodontitis durch (Zahn-)Beläge, die sogenannte Plaque. Die Bakterien, die in den Belägen zu finden sind, führen zu einer Zahnfleischentzündung. Diese Entzündung kann in der Folge chronisch werden und in tiefere Gewebeschichten vordringen. Dann spricht man von Parodontitis. Raucher, Diabetiker sowie Menschen mit viel Stress oder einem aus sonstigen Gründen geschwächten Immunsystem sind dabei besonders gefährdet.

Wird die Krankheit jedoch frühzeitig erkannt und behandelt sowie dauerhaft regelmäßig kontrolliert, sind, eine entsprechende Mundhygiene vorausgesetzt, die Chancen gut, dass keine Zähne deswegen ausfallen. Zahnbeläge sind der entscheidende Faktor für die Entstehung der Krankheit. Umgekehrt bedeutet dies aber auch, dass sich das Erkrankungsrisiko deutlich senken lässt, wenn man die Mundhygiene beachtet.

„Studienergebnisse zeigen, dass mit guter Reinigung und regelmäßiger Prophylaxe Zähne bis ins hohe Alter gesund erhalten werden können. Das Risiko für Erkrankungen des Zahnhalteapparates bleibt jedoch bis zu einem gewissen Grad bestehen und darf nicht unterschätzt und unerkannt bleiben.“ Dies erklärt die ÖGP und betont diesbezüglich, dass regelmäßige Kontrollen beim Zahnarzt wichtig sind.

Die richtige Vorsorge
Das öffentliche Gesundheitsportal rät, mindestens zweimal pro Tag die Zähne zu putzen und die Zahnzwischenräume mit Zahnzwischenraum-Bürstchen (Interdentalbürstchen) oder Zahnseide zu reinigen. Ergänzt werden sollte dies durch regelmäßige Zahnarztbesuche. Hierbei haben gesetzlich krankenversicherte Erwachsene Anspruch auf eine Kontrolluntersuchung pro Jahr.

Der ÖGP empfiehlt zudem, mindestens einmal jährlich zur Früherkennung der Parodontitis an einer sogenannten Parodontalen Grunduntersuchung (PGU) teilzunehmen. Beim PGU nimmt der Zahnarzt mithilfe einer Spezialsonde punktuell im Ober- und Unterkiefer Messungen in den Zahnfleischtaschen vor, um den Zustand des Zahnfleisches zu bewerten und abzuschätzen, ob bereits ein Frühstadium einer Parodontitiserkrankung vorliegt.

Eine regelmäßige professionelle Zahnreinigung (PZR) dient ebenfalls der Verhütung von Entzündungen. Sie gehört wie die PGU aber nicht zur Regelleistung der sozialen Krankenversicherung und wird daher von vielen Krankenkassen nicht, nur zum Teil oder nur unter bestimmten Voraussetzungen bezahlt. Mit einer privaten Zahnzusatz-Krankenversicherung lassen sich jedoch solche, aber auch andere Kosten einer Zahnbehandlung und eines Zahnersatzes, die die soziale Krankenversicherung nicht übernimmt, abdecken.

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