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Entspannung am Arbeitsmarkt

Beitrag erstellt am 18.09.2018
Die Statistik Austria präsentiert die Arbeitsmarktzahlen für das 2. Quartal 2018. Demnach profitieren vor allem Männer von der verbesserten Arbeitsmarktsituation. Einen kräftigen Zuwachs gibt es bei Vollzeit, auch sind mehr ältere Personen in der Erwerbstätigkeit.
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Im 2. Quartal 2018 waren laut Statistik Austria 4,313.800 in Österreich wohnhafte Personen erwerbstätig und 208.100 arbeitslos. Verglichen mit dem 2. Quartal des Vorjahres stieg die Zahl der unselbständig Beschäftigten um 51.500 auf 3,793.500.

Dabei arbeiteten 60.700 Unselbständige mehr in Vollzeit, während die Zahl der Teilzeitbeschäftigten leicht zurückging (-9.200).

Bereits in den Jahresvergleichen der drei vorangegangenen Quartale zeigten sich stagnierende Teilzeitzahlen und merkliche Zuwächse bei Vollzeit. Der jahrelang beobachtete Anstieg der Teilzeitbeschäftigung wurde damit zumindest vorübergehend gestoppt.

Die Anzahl der Selbständigen und mithelfenden Familienangehörigen blieb mit 520.300 auf Vorjahresniveau. Mit 208.100 Arbeitslosen und einer Arbeitslosenquote von 4,6 % war die Arbeitslosigkeit deutlich niedriger als im gleichen Vorjahreszeitraum (241.500 bzw. 5,4 %). Zudem waren im 2. Quartal 2018 110.700 offene Stellen verfügbar, etwas mehr als im 2. Quartal 2017 (103.300).

Aufschlüsselung nach Alter und Staatsangehörigkeit
Im 2. Quartal 2018 waren deutlich mehr Personen der Altersgruppe 55+ erwerbstätig als noch ein Jahr zuvor. Im Vergleich mit dem 2. Quartal 2017 kamen 52.700 Erwerbstätige dieses Alters hinzu.

Geringe Zuwächse gab es auch noch im mittleren Erwerbsalter (25 bis 54 Jahre: +11.700), allerdings reduzierte sich die Erwerbstätigenzahl bei den unter 25-Jährigen (-11.000).

Das Plus bei den Erwerbstätigen (+53.400) verteilte sich auf 17.900 österreichische und 35.500 ausländische Staatsangehörige.

Die Zunahme bei österreichischen Staatsangehörigen konzentrierte sich auf ab 55-Jährige, bei Ausländerinnen und Ausländern entfiel der Anstieg zu zwei Drittel auf unter 45-Jährige.

Unterschied bei Männern bzw. Frauen
Sowohl der Beschäftigungszuwachs als auch der Rückgang der Arbeitslosenzahl im Jahresvergleich betraf zum größeren Teil Männer. So entfiel der Zuwachs von insgesamt +53.400 bei den Erwerbstätigen (Unselbständige, Selbständige, Mithelfende) zu rund 80% auf Männer (+43.000, Frauen: +10.400).

Dabei gab es im 2. Quartal 2018 um 57.700 mehr vollzeitbeschäftigte Männer, während die Anzahl jener, die in Teilzeit arbeiteten, etwas zurückging (-14.700).

Bei Frauen konzentrierte sich der Anstieg ebenfalls auf Vollzeit (+16.200). Die Zahl der teilzeitbeschäftigten Frauen verringerte sich geringfügig. Demzufolge waren die Teilzeitquoten bei Frauen (47,6 %) und Männern (11,0 %) etwas niedriger als im 2. Quartal 2017.

Auch die Arbeitslosigkeit reduzierte sich bei Männern etwas stärker als bei Frauen. Die Zahl der Arbeitslosen fiel bei Männern gegenüber dem 2. Quartal des Vorjahres um 21.400 auf 117.000 im 2. Quartal 2018, jene der arbeitslosen Frauen um 11.900 auf aktuell 91.100. Die Arbeitslosenquote sank bei Männern um 0,9 Prozentpunkte auf 4,9 %, jene der Frauen um 0,6 Prozentpunkte auf 4,3 %.

Entwicklungen in den jeweiligen Sparten
Eine Analyse der Erwerbstätigen insgesamt zeigt gegenüber dem 2. Quartal 2017 ein Plus von 73.900 Erwerbstätigen in Vollzeit bei einem gleichzeitigen Minus von 20.600 Teilzeiterwerbstätigen. Der Trend zu einem Zuwachs bei Vollzeit und einem Rückgang bei Teilzeit zeigte sich sowohl bei Unselbständigen als auch bei Selbständigen/Mithelfenden, jedoch in unterschiedlicher Ausprägung.

Bei Unselbständigen gab es um 60.700 mehr Vollzeitbeschäftigte, bei Selbständigen/Mithelfenden betrug der Zuwachs 13.200. Der Rückgang bei Teilzeit machte bei den Unselbständigen -9.200, bei Selbständigen/Mithelfenden -11.400 aus.

Nach Wirtschaftsbereichen betrachtet ergaben sich im Vergleich zum 2. Quartal 2017 die größten Beschäftigungszuwächse bei Unselbständigen in der Sparte Herstellung von Waren (meist Vollzeit), gefolgt von der Sparte Handel/Instandhaltung/Reparatur von Kraftfahrzeugen (Voll- und Teilzeit).

Bei Selbständigen/Mithelfenden zeigte sich der Zuwachs vor allem in der Sparte Erbringung von freiberuflichen wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen (meist Vollzeit). Der Rückgang der Teilzeitarbeit war an keinen spezifischen Bereich gebunden.

Zusammenfassung
Das 2. Quartal 2018 verzeichnete 208.100 Arbeitslose, damit verringerte sich ihre Zahl gegenüber dem 2. Quartal 2017 um 33.400 (davon Männer: -21.400).

Weniger Arbeitslose wiesen vor allem folgende Gruppen auf: 25 bis 54-Jährige (-31.800), österreichische Staatsangehörige (-30.100), Personen mit Lehrabschluss (-18.100) sowie Langzeitarbeitslose (-15.200, meist Männer).

Insgesamt gab es im 2. Quartal 2018 rund 64.000 Langzeitarbeitslose (2. Quartal 2017: 79.200), auf die somit annähernd die Hälfte des Arbeitslosenrückgangs entfiel.

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