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Dringender Aufruf zur Zecken-Impfung

Beitrag erstellt am 06.08.2018
Schon mindestens 84 Menschen sind heuer in Österreich nach Zecken-Stichen an Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) erkrankt, zumindest drei davon sind an den Folgen der Infektion gestorben.
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Die Österreichische Ärztekammer (ÖÄK) appelliert an alle in Österreich lebenden Menschen, sich gegen die gefährliche und unheilbare Erkrankung Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) impfen zu lassen bzw. beim Arzt überprüfen zu lassen, ob eine Auffrischungsimpfung nötig ist.

Dazu Rudolf Schmitzberger, Leiter des ÖÄK-Impfreferats: „FSME ist eine schwere Erkrankung, die wir bis dato nicht heilen können und die bis zum Tod führen kann.“

Diese Gefahr lasse sich mit einer korrekten FSME-Impfung komplett vermeiden - jeder sollte für sich und insbesondere für seine Kinder diese Möglichkeit nutzen und kein unnötiges Risiko eingehen, so Schmitzberger.

Auch jetzt im Sommer ist es noch nicht zu spät für die Impfung: Die Saison dauert infolge der Klimaerwärmung mittlerweile bis weit in den Herbst hinein. Auch müsse man immer wieder darauf hinweisen, dass die Impfempfehlung für das gesamte Bundesgebiet gelte, so die Ärztekammer.

Das Impfschema beachten!
Der Österreichische Impfplan empfiehlt die Impfung für alle Menschen ab dem vollendeten ersten Lebensjahr. Im Einzel- und Ausnahmefall kann die Impfung auch schon ab dem vollendeten sechsten Lebensmonat verabreicht werden.

Für Kinder gibt es einen eigenen Impfstoff. Die Impfstoffe sind grundsätzlich gut verträglich.

Nach der ersten Teilimpfung besteht noch kein kompletter Impfschutz, dieser erhöht sich aber mit der zweiten Teilimpfung und liegt nach der dritten bei de facto 100 %.

Bestandteile der Impfung
Generell besteht die Impfung aus einer dreiteiligen Grundimmunisierung (ein- bis mehrmonatige Intervalle) und laufenden Auffrischungsimpfungen: die erste nach drei Jahren, dann alle fünf Jahre.

Ab dem 60. Lebensjahr ist eine Auffrischung alle drei Jahre empfohlen, da das Immunsystem mit zunehmendem Alter weniger schnell reagiert.

Wenn nötig, kann auch ein Schnellimmunisierungsschema zum Einsatz kommen, bei dem die zweite Teilimpfung je nach verwendetem Impfstoff bereits nach einer bzw. zwei Wochen und die dritte Teilimpfung nach drei Wochen respektive fünf Monaten durchgeführt werden.

Weiterführende Informationen
Der Impfplan und Informationen über Impfzuschüsse der Krankenkassen finden sich unter einer eigenen Seite der Österreichischen Ärztekammer.

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