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Die größten Stolperfallen für Firmen

Beitrag erstellt am 18.12.2017
Branchenübergreifend gibt es zahlreiche Hürden, die dem Erfolg eines Unternehmens entgegenstehen können. Zu den größten gehören neben einer starken Konkurrenz unternehmensinterne Fehlentscheidungen, wie eine aktuelle Umfrage eines Fachverbandes der Wirtschaftskammer Österreich ergab.
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Der Fachverband Unternehmensberatung, Buchhaltung und IT (Ubit) gehört zu den größten Fachverbänden der Wirtschaftskammer Österreichs (WKÖ). In einer im September 2017 von der Wiener Fachgruppe Ubit durchgeführten Befragung wurde untersucht, was die häufigsten Herausforderungen für die Wiener Ein-Personen-Unternehmen (EPU) bis hin zu kleinen und mittleren Unternehmen bis 249 Mitarbeiter (KMU) sind. Zudem wurden nach den größten unternehmensinternen Defiziten und Fehlern und den stärksten Expansionshürden gefragt.

An der Umfrage haben rund 200 Unternehmensberater teilgenommen, die hier unter Berücksichtigung ihrer Praxiskenntnisse antworteten. Je Fragestellung konnten die Umfrageteilnehmer maximal drei Kriterien, zum Beispiel die größte, zweit- und drittgrößte Herausforderung nennen. Unter anderem zeigen die Umfrageergebnisse, dass die Unternehmensberater neben einer hohen Marktkonzentration und einer starken Konkurrenz insbesondere auch unternehmensinterne Fehler und Defizite als die größten Stolpersteine für EPUs und KMUs sehen.

Die drei häufigsten Herausforderungen für ein Unternehmen
Bei der Frage nach den drei Herausforderungen, mit welchen die Unternehmen am häufigsten konfrontiert sind, nannte jeder zweite Umfrageteilnehmer, nämlich 50,7 Prozent, eine hohe Marktkonzentration beziehungsweise eine starke Konkurrenz. Mit 49,7 Prozent sehen fast ebenso viele unternehmensinterne Fehlentscheidungen als einer drei häufigsten Stolpersteine, mit denen ein Unternehmen zu kämpfen hat.

Auf Platz drei lag mit 40,8 Prozent der Nennungen mangelndes Fachpersonal, auf Rang vier mit 35,8 Prozent eine zu hohe Abhängigkeit von einem Kunden oder Lieferanten und auf fünfter Stelle mit 34,4 Prozent Schwierigkeiten bei der Kapitalbeschaffung.

Knapp jeder vierte bei der Umfrage teilnehmende Unternehmensberater (26 Prozent) sieht bei den kleinsten bis mittleren Unternehmen eine allgemeine schlechte Auftragslage in der jeweiligen Branche als einer der drei größten Hürden. Für 23,4 Prozent der Befragten waren es dagegen ungeplante Investitionen.

Die häufigsten unternehmensinternen Defizite und Fehler
Die Fachgruppe wollte von den Umfrageteilnehmern zudem wissen, was die drei häufigsten internen Defizite und Fehler der kleinsten bis mittleren Unternehmen sind. Die Mehrheit und zwar jeweils über die Hälfte aller Umfrageteilnehmer nannten hier fehlendes betriebs-wirtschaftliches Know-how (53,2 Prozent) sowie falsche Markteinschätzung (52,7 Prozent).

Fast jeder Zweite, nämlich 48,2 Prozent, bemängelte die unzureichende Vorausplanung beziehungsweise fehlende Visionen der Unternehmen.

39,3 Prozent der teilnehmenden Unternehmensberater sehen darüber hinaus eine mangelnde Veränderungs-Bereitschaft und 32,8 Prozent eine fehlende Bereitschaft oder Kompetenz zu delegieren als die häufigsten unternehmensinternen Defizite von EPUs und KMUs.

Die finanzielle Absicherung von Fehlern …

Wie die Umfrage zeigt, sind unternehmensinterne Fehler einer der häufigsten Stolperfallen einer Firma. Zum einen kann ein solcher Fehler den Erfolg und die Wachstumschancen mindern, zum anderen aber auch tatsächlich hohe Kosten nach sich ziehen und unter Umständen sogar die finanzielle Existenz kosten. Manche Fehler lassen sich aber von vornherein finanziell absichern.

Wenn zum Beispiel ein Unternehmer oder ein Mitarbeiter bei der Ausübung seiner beruflichen Tätigkeit einem Dritten wegen eines Fehlers oder eines Missgeschicks einen Personen- oder Sachschaden zufügt, muss das Unternehmen in der Regel für den angerichteten Schaden haften.

Dabei ist die jeweilige Schadenhöhe unkalkulierbar, denn kommt es beispielsweise zu einem Personenschaden, ist ein sechs- oder siebenstelliger Betrag keine Seltenheit. Eine entsprechende Betriebs-Haftpflichtversicherung, die dieses Risiko abdeckt, sollte daher jedes Unternehmen haben.

… und anderen Betriebsrisiken
Freiberuflich Tätige, die beratend oder verwaltend tätig sind, tragen ebenfalls ein hohes Risiko, dass sie neben einem möglichen Personen- oder Sachschaden insbesondere auch einen hohen Vermögensschaden verursachen. Unter diese Gruppe fallen zum Beispiel Ärzte, Hebammen, Hausverwalter, Architekten, Notare, Rechtsanwälte, Steuerberater, Vermögensberater, Inkassodienstleister sowie Sachverständige und beratende Ingenieure.

Mit einer speziellen Berufs- oder Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung lässt sich auch dieses Risiko absichern und ist für einige Berufe sogar Pflicht. Doch nicht nur eigene Fehler können teuer werden.

Auch Rechtsstreitigkeiten mit Mitarbeitern oder Dritten können zu enormen Kosten führen. Eine entsprechende Rechtsschutz-Versicherung mindert in diversen Fällen das finanzielle Risiko. Wenn noch nicht geschehen, sollten sich Unternehmer bei einem Versicherungsfachmann ausführlich beraten lassen, welche betrieblichen Risiken selbst getragen werden können und welche möglichen Gefahren besser durch entsprechende Versicherungsverträge abgesichert werden sollten.

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