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2.000 Verletzte beim Rodeln

Beitrag erstellt am 11.02.2019
Rund 2.000 Personen verletzen sich in Österreich jährlich beim Rodeln bzw. Bob fahren. Nur eine von mehreren Vorsichtsmaßnahmen: Der Helm darf einfach nicht fehlen! Das Kuratorium für Verkehrssicherheit hat sich Gedanken zur Sicherheit auf unseren Pisten gemacht.
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Schneebedeckte Hänge und Hügel laden derzeit zum Rodeln ein. In den kommenden Wochen wird es viele begeisterte Wintersportler weiterhin nicht nur auf die Skipiste, sondern auch auf die Rodelbahnen ziehen.

Dr. Armin Kaltenegger, Leiter des Bereichs Haushalts-, Freizeit- und Sportsicherheit im Kuratorium für Verkehrssicherheit (KFV), betont: „Rodeln wird häufig als Sport, der von der ganzen Familie kinderleicht ausgeübt werden kann, wahrgenommen. Tatsächlich ist das Unfallrisiko unter Berücksichtigung der Zahl der Ausübenden allerdings sehr hoch.“

4 von 10 Verletzten sind Kinder
Die häufigsten Verletzungsarten beim Rodeln sind Knochenbrüche sowie Sehnen- und Muskelverletzungen.

Betroffen können so gut wie alle Körperteile sein. Auch Kopfverletzungen kommen immer wieder vor.

Deshalb sollte beim Rodeln auch der Helm zur Standardausrüstung gehören. „Durch das Tragen eines Helms können Unfälle zwar nicht verhindert, jedoch deren Schwere um ein Vielfaches verringert werden“, so Kaltenegger, „ein Helm bewirkt, dass ein Unfall mit potenziell schwerwiegenden Folgen zu einem leichten Unfall wird.“

Gefährdet sind beim Rodeln vor allem Kinder: 40 Prozent der Verletzten sind jünger als 15 Jahre. Im Umgang mit Plastikbobs und Co gilt besondere Vorsicht. Diese sind für die Berge nicht geeignet und schwer zu steuern.

Richtiges Bremsen
Die richtige Bremstechnik muss gelernt sein: So sollte man nicht nur mit den Fersen bremsen, sondern mit der gesamten Fußsohle. Die Füße dabei dicht an die Kufen stellen und die Rodel erforderlichenfalls vorne nach oben ziehen.

Auch das Kurvenfahren erfordert Übung. Daher sollte man sich bereits vor der Abfahrt mit der Rodel vertraut machen.

Der Untergrund auf Rodelbahnen besteht zumeist aus festgedrücktem Schnee und ist damit sehr hart, umso wichtiger ist es, die Rodel gut steuern sowie rasch bremsen zu können.

Schon mehr als 100 Rodeltafeln im Einsatz
Um Rodelfans an die wichtigsten Verhaltensregeln auf Rodelbahnen zu erinnern und damit die Sicherheit auf Rodelbahnen zu erhöhen, setzt das KFV gemeinsam mit dem österreichischen Rodelverband auf Bewusstseinsbildung.

Auf Basis einer umfassenden Analyse der Unfallhergänge beim Rodeln wurden Rodeltafeln mit Rodelregeln erarbeitet, welche sich nun österreichweit bereits an mehr als 100 Rodelbahnen wiederfinden.

KFV-Tipps zum sicheren Rodeln
• Sowohl beim Aufstieg als auch beim Rodeln muss stets Rücksicht auf Andere genommen werden. Der Auf- und Abstieg muss unbedingt am Rand der Rodelbahn erfolgen und die Rodelbahn freigehalten werden.

• Verwendung einer geeigneten Ausrüstung bestehend aus einer technisch einwandfrei funktionierenden Rodel, winterfesten Kleidung, festen Schuhen, einem Helm mit Skibrille, Handschuhen. Wer abends rodeln geht oder eventuell in die Dunkelheit geraten könnte, sollte eine Stirnlampe mitnehmen und reflektierende Kleidung wählen.

• Die Geschwindigkeit muss jeweils dem eigenen Können und den Gegebenheiten vor Ort angepasst sowie angemessener Abstand zur nächsten Person gehalten werden.

• Der Konsum von Alkohol vor oder beim Rodeln ist tabu.

• Sperren und (Warn-)Hinweise sind zur eigenen Sicherheit stets zu beachten.

• Wichtig ist, stets bremsbereit zu sein. Nie mit dem Kopf voran rodeln.

Zu guter Letzt: Wollen Sie unbeschwert Rodeln oder Bob fahren? Ihr Versicherungsberater unterstützt Sie darin, vorneweg finanzielle Risiken bei Freizeitunfällen einzudämmen.

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