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Service-Hotline 07472 / 22 866 (MO-FR 8-18 Uhr)
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Allgemeine Geschäftsbedingungen

I. ALLGEMEINES

1. Definitionen:
Versicherungsmakler ist, wer in einer von den Versicherungsunternehmungen unabhängigen Weise Versicherungsverträge vermittelt.

2. Interessenwahrung:
Der Versicherungsmakler wahrt überwiegend die Interessen des Versicherungskunden und steht für die Sorgfalt eines ordentlichen Kaufmannes ein.

3. Beschränkung auf österreichische Versicherer:
Die Interessenwahrung des Maklers wird, soweit im Einzelfall nicht ausdrücklich anders vereinbart, örtlich auf Versicherungsgesellschaften mit Sitz in Österreich beschränkt.

4. Betreuung durch den Makler:
Soweit die Bestimmungen des KSchG in der gültigen Fassung nicht anwendbar sind, ist der Versicherungsmakler nach Abschluss des Versicherungsvertrages lediglich verpflichtete, die zugrundeliegende(n) Polizze(n) zu überprüfen und diese dem Versicherungskunden auszuhändigen. Eine darüberhinausgehende Berichts- und/oder Aushändigungspflicht im Sinne des § 28 Z 4 MaklerG wird ausdrücklich abbedungen.
Der Versicherungsmakler ist ohne gesonderten Auftrag des Kunden nicht verpflichtet iSd § 28 Z 7 MaklerG eine laufende Überprüfung der bestehenden Versicherungsverträge vorzunehmen bzw. gegebenenfalls geeignete Vorschläge für die Verbesserung des Versicherungsschutzes des Versicherungskunden zu unterbreiten. Besteht ein solcher Auftrag, hat der Versicherungskunde dem Makler unverzüglich allfällige neue Risken bzw. Veränderungen derselben bekannt zugeben.

II. PFLICHTEN DES KUNDEN

1. Informationspflicht des Kunden:
Der Kunde hat dem Makler insbesondere alle Umstände mitzuteilen, die erforderlich sind, damit der Makler gegenüber dem Versicherer alle jene Interessen wahren kann, die auch der Versicherungskunde selbst vor und nach Abschluss des Versicherungsvertrages dem Versicherer gegenüber zu wahren hat, insbesondere hat er ihn über die Risken zu informieren.
Eine Haftung für Schäden infolge unrichtiger oder unvollständiger Angaben des Kunden kann nicht übernommen werden.

2. Analyse des zu versichernden Risikos:
Der Versicherungsmakler erstellt auf Basis der ihm vom Versicherungskunden erteilten Informationen und den ausgehändigten Unterlagen eine angemessene Risikoanalyse und ein angemessenes Deckungskonzept.
Der Versicherungskunde hat – da er bezüglich der Kenntnis de Versicherungswerte und etwaiger besonderer Gefahren dem Makler überlegen ist – sämtliche für den Abschluss der gewünschten Versicherungen relevanten Daten wahrheitsgemäß und vollständig bekannt zugeben, insbesondere aber auch erforderlichenfalls an einer Risikobesichtigung durch den Versicherungsmakler vor Ort teilzunehmen.
Ebenso hat der Versicherungskunde jegliche für die Versicherungsdeckung relevanten Veränderungen vom Makler unverzüglich und unaufgefordert schriftlich bekannt zugeben wie z.B. Änderung der Adresse, des Tätigkeitsbereiches, Auslandstätigkeit etc.

3. Keine vorläufige Deckung:
Der Kunde nimmt zur Kenntnis, dass ein von ihm oder für ich durch den Makler unterfertigter Antrag noch keinen Versicherungsschutz bewirkt. Der Versicherungsantrag bedarf der Annahme durch den Versicherer. Der Kunde nimmt somit zur Kenntnis, dass zwischen Unterfertigung des Versicherungsantrages und dessen Annahme durch den Versicherer eine ungedeckter Zeitraum bestehen kann.

III. HAFTUNG DES MAKLERS

1. Haftung für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit:
Der Makler haftet nur für vorsätzliche oder grob fahrlässige Pflichtverletzung durch ihn oder seine Erfüllungsgehilfen.

2. Verständigungs- und Schadensminderungspflicht des Kunden:
Der Versicherungskunde hat dem Versicherungsmakler unverzüglich nach Kenntnis eines eingetretenen Schadens zu verständigen und alle Vorkehrungen in Entsprechung seiner Schadensminderungspflicht zu treffen.

3. Zeitlich Begrenzung der Geltendmachung (Verjährungsverkürzung):
Schadenersatzansprüche gegen den Makler kann der Kunde nur innerhalb von 6 Monaten, nachdem er oder die Anspruchberechtigten den Schaden kannten oder kennen mussten, spätestens aber innerhalb von 3 Jahren ab dem anspruchsbegründenden Schadensfall, gerichtlich geltend machen.

IV. PROVISION – AUFWANDSENTSCHÄDIGUNG

Eine Provision, sonstige Vergütung oder Aufwandsentschädigung steht dem Versicherungsmakler – soweit nicht ausdrücklich und schriftlich etwas anderes vereinbart ist – vom Versicherungskunden nicht zu.

V. DATENSCHUTZ

Der Versicherungskunde ist einverstanden, dass seine personenbezogenen Daten automationsunterstützt vom Versicherungsmakler verarbeitet und nur in Erfüllung seiner vertraglichen Pflichten an Dritte weitergeben werden.

VI. SCHLUSSBESTIMMUNGEN

1. Schriftlichkeitsgebot:
Änderungen und/oder Ergänzungen der der AGB bedürfen zu Ihrer Gültigkeit der Schriftform; dies gilt auch für das Abgehen vom Schriftlichkeitsgebot.

2. Unwirksamkeit einzelner Bestimmungen:
Die etwaige Unwirksamkeit einzelner Bestimmungen oder Abschnitte der AGB berührt die Verbindlichkeit der restlichen Bestimmungen nicht.

3. Erfüllungsort – Gerichtsstand – Anzuwendendes Recht:
Erfüllungsort und Gerichtsstand ist der Ort der beruflichen Niederlassung des Maklers, soweit keine Bestimmungen des KSchG entgegenstehen. Die Vertragsparteien unterwerfen sich einvernehmlich dem österreichischem Recht.

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